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Wicklungs­temperatur­fühler: Widerstands­thermometer, WTI und faseroptische Sensoren

INNO Anwendungstechnik Aktualisiert am 29.09.2026 16 Min. Lesezeit

Erfahren Sie, was ein Wicklungstemperaturfühler ist, und vergleichen Sie RTD-, Transformator-WTI- und Glasfasermethoden für Transformator-, Motor- und Generatorwicklungen.

Transformatoranlagen mit Geräten zur Überwachung der Wicklungstemperatur

Wicklungstemperaturfühler und -anzeigen dienen zur Temperaturerfassung in Transformatoren, Motoren und Generatoren. Der Begriff bezeichnet keine einheitliche Bauform. Je nach Anlage kommen eingebettete Widerstandsthermometer, eine Wicklungstemperaturanzeige mit thermischem Abbild (WTI) oder faseroptische Sonden an ausgewählten Wicklungsstellen zum Einsatz.

Je nach Anwendung kann die Wicklungs­temperatur direkt an einem physikalischen Punkt gemessen oder indirekt aus anderen thermischen und elektrischen Größen geschätzt werden. Der Messwert muss daher entweder als gemessene Punkttemperatur oder als Schätzung identifiziert werden.

Was ist ein Wicklungs­temperatur­fühler?

Wicklungen erzeugen aufgrund elektrischer Verluste Wärme. Der durch die Leiter fließende Strom erzeugt eine Widerstands­erwärmung, und die Wärme muss durch die Kühlanordnung des Geräts abgeführt werden. Mittels Temperatur­überwachung wird der resultierende thermische Zustand der Wicklung beobachtet.

Ein Wicklungs­temperatur­fühler ist die Erfassungs- oder Überwachungsanordnung, die diese Informationen liefert. In der Praxis kann es sich um einen eingebetteten Sensor, eine Temperatur­anzeigeanordnung, ein thermisches Simulationsgerät oder eine direkte optische Sonde handeln. „Detektor“ bedeutet nicht unbedingt die gleiche Hardware in jeder Anwendung, und eine Spezifikation, die eine solche verlangt, sollte zusammen mit dem Gerätetyp und dem Messziel gelesen werden.

Wicklungs­temperatur­fühler vs. Sensor vs. Anzeige

Die drei Begriffe werden oft so verwendet, als wären sie austauschbar. Sie beschreiben verschiedene Ebenen der Messkette.

Wicklungs­temperatur­fühler

Dies ist der weiteste Begriff. Es bezieht sich auf eine Erfassungs- oder Überwachungsanordnung, die zum Erkennen, Erhalten oder Bestimmen der Wicklungs­temperatur verwendet wird. Die Anordnung kann aus einem Sensorelement und einem Instrument oder aus einem Gerät bestehen, das den Wert aus anderen Eingaben berechnet.

Wicklungs­temperatur­sensor

Mit einem Wicklungs­temperatur­sensor ist normalerweise das eigentliche Sensorelement gemeint. Beispiele hierfür sind ein RTD, ein Thermistor, ein Thermoelement oder eine faseroptische Sonde. Der Sensor erzeugt ein Signal, das von der Temperatur an seinem Standort abhängt.

Wicklungs­temperatur­anzeige

Ein Wicklungs­temperatur­anzeiger ist normalerweise ein Instrument, das einen Wicklungs­temperatur­wert anzeigt, simuliert, berechnet oder verarbeitet. Bei Öltransformatoren verwendet ein WTI üblicherweise die Temperatur des oberen Öls zusammen mit einem lastabhängigen Heizeffekt oder einer thermischen Simulation, um die Wicklungs­temperatur darzustellen. Es ist nicht korrekt anzunehmen, dass ein WTI-Sensor immer direkt in der Wicklung verbaut wird.

Einige Indikatoren bieten auch Alarm- oder Steuerausgänge, sodass ein Indikator nicht nur eine Anzeige ist. Alarm- und Steuerausgänge hängen vom ausgewählten Indikator ab.

Warum wird die Wicklungs­temperatur überwacht?

Die Wicklungs­temperatur wird durch elektrische Belastung, Verluste, Kühlleistung, Umgebungsbedingungen und lokale thermische Bedingungen im Inneren des Geräts beeinflusst. Die Überwachung gibt Aufschluss darüber, wie diese Faktoren während des Betriebs zusammenwirken.

Die Informationen können verwendet werden, um die thermische Belastung der Isolierung zu beobachten, Überhitzungstrends zu erkennen, die Kühlleistung zu überprüfen und das Lastverhalten zu verstehen. Eine Temperatur­messung allein ist kein Urteil. Akzeptable Werte und Alarmeinstellungen hängen von der Gerätekonstruktion, dem Isolationssystem und den geltenden Spezifikationen ab und sollten daher der Gerätedokumentation und nicht allgemeinen Zahlen entnommen werden.

RTD-Wicklungs­temperatur­fühleren

RTD steht für Widerstands­temperatur­detektor. Gängige Bezeichnungen wie PT100 und PT1000 beziehen sich auf den Nennwiderstand des Elements bei einer Referenztemperatur. Ein RTD misst die Temperatur durch eine vorhersehbare Änderung des elektrischen Widerstands, die das angeschlossene Instrument in einen Temperaturwert umwandelt.

Wenn ein RTD an einer Wicklungs­stelle eingebettet oder installiert wird, misst er die Temperatur in der Nähe dieser Stelle. RTD-Wicklungs­temperatur­sensoren kommen häufig in Motor- und Generator-Statorwicklungen vor und werden auch in trockenen elektrischen Geräten und ausgewählten Transformator­anordnungen verwendet. Sie werden nicht in jeder Transformator­wicklung verwendet und es sollte nicht davon ausgegangen werden, dass ein bestimmter Transformator über eine solche verfügt.

Vorteile und Auswahlüberlegungen

Widerstands­thermometer bieten mehrere praktische Vorteile:

  • Direkte Messung am Einbauort
  • Eine etablierte Industrietechnologie
  • Eignung für kontinuierliche Überwachung
  • Einfache Integration mit vielen herkömmlichen Instrumenten

Auswahlüberlegungen ergeben sich aus der Tatsache, dass der Sensor elektrisch ist. Ein RTD benötigt eine leitende Verkabelung, daher müssen elektrische Isolierung, Leitungsführung, Installationsraum und die elektro­magnetische Umgebung berücksichtigt werden. Bei Hochspannungs­anwendungen müssen die Anforderungen an die elektrische Isolierung und Verkabelung sorgfältig gehandhabt werden. Dies schließt Widerstands­thermometer nicht aus und wird von vielen Hochspannungs­maschinen erfolgreich eingesetzt.

Transformator­wicklungs­temperatur­anzeige (WTI)

Bei herkömmlichen oder üblichen WTI-Anordnungen für Öltransformatoren ist der Sensor im Allgemeinen nicht in der Leiterwicklung platziert. Das Gerät misst die Temperatur des oberen Öls und fügt eine lastabhängige thermische Simulation hinzu, die häufig aus dem Laststrom abgeleitet wird, um die Wicklungs­temperatur oder das Hot-Spot-Verhalten der Wicklung darzustellen.

Nicht jeder WTI ist gleich aufgebaut und Details unterscheiden sich je nach Hersteller und Transformator­design. Der allgemeine Grundsatz besteht jedoch darin, dass der angezeigte Wert eine berechnete oder simulierte Darstellung ist, die auf gemessenen Eingaben und Modellannahmen basiert. Dies ist ein legitimer und weit verbreiteter Ansatz und eignet sich gut für Anzeige-, Alarm- und Kühlsteuerungsfunktionen bei Transformatoren, die über keine internen Wicklungs­sensoren verfügen.

Misst ein WTI direkt die Wicklungs­temperatur eines Transformators?

Nicht unbedingt. Herkömmliche WTI-Transformator­anordnungen liefern im Allgemeinen eine indirekte oder simulierte Wicklungs­temperatur basierend auf der Temperatur des oberen Öls und der Transformator­last. Das Ergebnis ist eine nützliche thermische Anzeige, aber kein Messwert eines Sensors am Wicklungs­leiter.

Einen vollständigen Vergleich der beiden Ansätze finden Sie in unserem Artikel zu Transformer WTI vs. faseroptischer Temperatur­sensor, daher wird er hier nicht wiederholt.

Glasfaser-Wicklungs­temperatur­fühleren

INNOs Technologie ist eine fluoreszenz­basierte punktförmige faseroptische Temperatur­messung. Eine Sonde wird mit ihrer Messspitze an einer ausgewählten Wicklungs­stelle installiert und die Temperatur an dieser Spitze gemessen. Eine optische Faser überträgt die optischen Anregungs- und Rücksignale zwischen dem Messpunkt und einem kompatiblen Instrument, das das Signal in einen Temperaturwert umwandelt.

Bei in Öl getauchten Transformatoren ermöglicht ein faseroptischer Wicklungs­temperatur­sensor die direkte Temperatur­messung an ausgewählten Wicklungs­positionen, wenn die Sonde während der Herstellung in den Transformator eingebaut wird.

Punkterkennungsgrenzen

Das Messprinzip setzt klare Grenzen, die bereits in der Spezifikationsphase verstanden werden sollten:

  • Eine Sonde entspricht einem definierten physikalischen Messpunkt.
  • Mehrere Sonden liefern mehrere unabhängige Wicklungs­temperatur­punkte.
  • Die Faser überträgt das Signal, misst jedoch nicht die Temperatur entlang ihrer Länge. Hierbei handelt es sich um eine Punktmessung, nicht um eine verteilte Temperatur­messung.
  • Eine Sonde überwacht nicht die gesamte Wicklung.
  • Das System erkennt unbekannte Heißstellen nicht automatisch. Wo Heißstellen von Interesse sind, werden Sonden an ausgewählten oder zuvor identifizierten thermisch kritischen Wicklungs­stellen platziert.

Eigenschaften von Glasfasersonden

  • Direkte Punktmessung an der Messspitze
  • Elektrische Trennung des optischen Erfassungs­pfads
  • Hohe Beständigkeit gegen elektro­magnetische Störungen
  • Kleine Sondengeometrie
  • Mehrpunkt­überwachung mit mehreren unabhängigen Sonden

Dies sind Merkmale der Erfassungs­methode. Ob eine Sonde zu einer bestimmten Wicklung passt, hängt vom Design, den zugänglichen Messstellen und der Art und Weise ab, wie die Faser aus dem Gerät herausgeführt werden kann.

RTD vs. WTI vs. Glasfaser-Wicklungs­temperatur­erkennung

In der Tabelle werden die drei Ansätze hinsichtlich ihrer Funktionsweise und ihrer häufigen Verwendung verglichen. Es handelt sich um einen neutralen Vergleich und jeder Eintrag spiegelt allgemeine Merkmale wider, die je nach Produkt und Installation variieren.

MethodeMessprinzipDirekt oder indirektTypische AnwendungElektrisches Signal am MesspunktWichtige Überlegungen zur Auswahl
RTDElektrischer Widerstand ändert sich mit der TemperaturDirekt, am InstallationsortMotor- und Generator-Statorwicklungen, Trockengeräte, ausgewählte Transformator­anordnungenJa, die leitende Verkabelung verläuft zum SensorelementVerkabelung, Isolierung und Verlegung im elektrischen Umfeld
Transformer WTIObere Öltemperatur plus eine lastbezogene thermische SimulationIndirekt, berechnet oder simuliertAnzeige-, Alarm- und Steuerungsanordnungen für in Öl getauchte TransformatorenNicht zutreffend, da bei herkömmlichen Anordnungen kein Sensor am Wicklungs­leiter platziert istOb eine berechnete Angabe ausreicht oder gemessene Daten an der Wicklung erforderlich sind
Glasfaser-PunktsensorOptisches Signal von der Sensorspitze, z. B. Fluoreszenz­verhaltenDirekt, an der Position der SensorspitzeTransformator-, Motor- und Generatorwicklungen, einschließlich Hochspannungs- oder StarkfeldbedingungenNein, der Signalweg am Messpunkt ist optischSondenplatzierung, Faserführung und kompatible Instrumentenkanäle

Direkte vs. indirekte Wicklungs­temperatur­erkennung

Bei der direkten Messung misst ein Sensor physisch die Temperatur an einem ausgewählten Ort. Beispiele hierfür sind ein an einem ausgewählten Punkt installierter RTD und eine an einem ausgewählten Punkt installierte faseroptische Sonde. Die Lesung beschreibt diesen Punkt.

Bei der indirekten Bestimmung wird die Wicklungs­temperatur aus anderen Größen wie obere Öltemperatur, Laststrom, einem thermischen Modell oder einer thermischen Simulation abgeleitet. Das Standardbeispiel ist ein herkömmlicher Transformator-WTI. Der Messwert beschreibt den berechneten Wickelzustand, basierend auf dem Modell.

Direkt bedeutet nicht automatisch, dass es in jeder Anwendung besser geeignet ist. Indirekte Methoden sind einfach, etabliert und ohne internen Zugriff auf die Wicklung verfügbar, direkte Methoden liefern Messdaten an ausgewählten Orten. Sie dienen unterschiedlichen technischen Zwecken und die Wahl hängt davon ab, was das Projekt wissen muss. Die Wicklungs­temperatur kann auch als absoluter Wert oder als Temperatur­anstieg relativ zu einer geeigneten Referenz ausgewertet werden, wie in unserem Artikel über Transformator-Temperatur­anstieg.

erläutert

Wicklungs­temperatur­fühleren in Transformatoren

Bei Öltransformatoren ist der Zugang zur inneren Wicklung nach der Herstellung schwierig. Direkte interne Sonden müssen daher normalerweise während der Konstruktion und Herstellung geplant werden. WTI-Anordnungen und Top-Oil-Messungen werden häufig als externe Überwachungsanordnungen verwendet, da sie keinen Zugang zur Wicklung erfordern.

Wenn faseroptische Sonden in den Transformator eingebaut sind, können sie direkte Messungen an ausgewählten Wicklungs­positionen ermöglichen. Anhaltende Wicklungs- und Hot-Spot-Temperaturen tragen zur thermischen Belastung der Isolierung bei, ein Zusammenhang, der in unserem Artikel über die Alterung von Transformatoren.

behandelt wird

Informationen zu den verfügbaren Messansätzen für Transformatoren finden Sie auf unserer Seite zur Überwachung der Transformator­temperatur. Die einzelnen Methoden und ihre Anwendung werden im Artikel wie die Temperatur der Transformator­wicklung gemessen wird verglichen.

Wicklungs­temperatur­fühleren in Motoren und Generatoren

Motoren und Generatoren überwachen üblicherweise die Statorwicklungs­temperatur an ausgewählten eingebetteten Stellen. Die Lagertemperatur wird separat überwacht und dient einem anderen Zweck. Die beiden sollten nicht verwechselt werden, da die Lagertemperatur keinen Hinweis auf den Wicklungs­zustand gibt.

Widerstands­thermometer werden häufig zur Überwachung der Statorwicklung in Motoren und Generatoren eingesetzt. Faseroptische Sensoren können dort in Betracht gezogen werden, wo elektrische Isolierung, eine starke elektro­magnetische Umgebung, Hochspannungs­bedingungen oder spezielle Testbedingungen die optische Erfassung sinnvoll machen. In diesem Fall wird ein faseroptische Temperatur­fühler für die Motorwicklung mit seiner Messspitze an der ausgewählten Wicklungs­stelle installiert.

In diesem Abschnitt wird beschrieben, wie die Wicklungs­temperatur­erkennung in Motoren und Generatoren implementiert wird. Es werden nicht alle Motorsensortypen im Detail verglichen, da dies eine separate Frage ist. Für den breiteren Anwendungskontext siehe Motor- und Generatortemperatur­überwachung.

Wicklungs­temperatur­anzeige vs. Wicklungs­temperatur­fühler

Benutzer, die nach einem Begriff suchen, meinen oft den anderen. Ein Detektor ist der weiter gefasste Begriff und kann sich auf die tatsächliche Erfassungs- oder Erkennungsmethode beziehen, unabhängig davon, ob es sich dabei um einen Sensor an einem physischen Ort oder eine Berechnung aus anderen Größen handelt. Bei einem Indikator geht es in der Regel um die Anzeige, Anzeige, Verarbeitung oder Simulation eines Wicklungs­temperatur­werts.

Bei Transformatoren hat WTI einen spezifischen Branchenkontext und bezieht sich normalerweise auf die oben beschriebene öl- und ladungsbasierte Vereinbarung. Nicht jeder Wicklungs­temperatur­anzeiger ist nur eine Anzeige, da einige über Alarm- oder Kontrollfunktionen verfügen. Die spezifischen Ausgaben hängen vom Produkt ab und werden hier nicht behandelt.

Wo wird ein Wicklungs­temperatur­fühler installiert?

Transformator­wicklungen

Direktsonden benötigen ausgewählte physische Orte innerhalb der Wicklung. Diese Standorte werden während der Konstruktion und Herstellung vereinbart, wenn die Wicklung zugänglich ist. Eine Sonde meldet die Temperatur an ihrer eigenen Position und an keiner anderen.

Motor- und Generator-Statorwicklungen

Eingebettete Sensoren können während der Wicklung positioniert werden. Die Positionen sind abhängig von der Maschinenkonstruktion und dem Überwachungsziel.

Externe oder indirekte Vereinbarungen

Eine WTI- oder Top-Oil-Anordnung darf keinen in der Wicklung eingebetteten Sensor beinhalten. Die Messung erfolgt im Öl und daraus wird der Wicklungswert abgeleitet. Genaue Positionen, Lagennummern oder Abstände sind nicht durch eine allgemeine Regel festgelegt und sollten aus den Konstruktions- und Konstruktionsdaten der Ausrüstung stammen.

Überwachung mehrerer Wicklungs­temperatur­punkte

Wenn mehrere unabhängige physische Standorte überwacht werden müssen, sind mehrere Erfassungs­punkte erforderlich. Bei der faseroptischen Fluoreszenz­punkterfassung entspricht ein Punkt einer Sonde und einem kompatiblen aktiven Kanal auf dem Instrument.

Beispielsweise würden drei unabhängige Punkte normalerweise drei Sonden und mindestens drei kompatible aktive Kanäle benötigen. Dies ist nur eine Illustration und keine universelle Designregel. Die Anzahl der Punkte hängt von der Ausstattung und dem Überwachungsziel ab. Mehrere Sonden liefern mehrere unabhängige Punktmessungen und bilden kein verteiltes Temperatur­profil.

So wählen Sie einen Wicklungs­temperatur­fühler aus

Wenn Sie die folgenden Punkte der Reihe nach durchgehen, können Sie die Optionen eingrenzen:

  • Gerätetyp: Transformator, Motor oder Generator.
  • Messziel: wofür die Temperatur­daten verwendet werden.
  • Direkte Messung oder Anzeige: ob Messdaten an der Wicklung benötigt werden oder eine berechnete Anzeige ausreicht.
  • Erwarteter Temperatur­bereich: anhand der Sensor- oder Instrumentendokumentation bestätigt.
  • Elektrische Spannungsumgebung: die Isolations- und Isolations­anforderungen am Messpunkt.
  • Elektro­magnetische Umgebung: die Auswirkung starker Felder auf Leitungen und Signale.
  • Anzahl der Messpunkte: Jeder unabhängige Standort benötigt einen eigenen Sensor.
  • Installationszugang: ob die Wicklung während der Herstellung oder Wartung erreichbar ist.
  • Verfügbarer Platz: der Platz für den Sensor an der vorgesehenen Stelle.
  • Verkabelung oder Glasfaserführung: wie die Verbindung das Gerät verlässt.
  • Erforderliche Überwachungskanäle: genügend kompatible Kanäle für alle Punkte.
  • Integrationsanforderungen: die Schnittstelle des bestehenden Überwachungs- oder Steuerungssystems.
  • Neuausrüstung oder Nachrüstung: Welches der beiden gilt?

Neue Ausrüstung vs. Nachrüstung

In einem neuen Transformator, Motor oder Generator können eingebettete Sensoren während der Herstellung geplant werden. Messpunkte können mit dem Konstrukteur vereinbart, Sensoren platziert werden, während die Wicklung zugänglich ist, und die Verlegung von Drähten oder Fasern kann in die Konstruktion integriert werden.

Bei vorhandenen Geräten kann der Zugang zur internen Wicklung eingeschränkt sein. Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass direkte interne faseroptische Sensoren immer nachgerüstet werden können. Die Machbarkeit hängt vom physischen Zugang, dem Gerätedesign und dem Wartungsumfang ab und erfordert in jedem Fall eine technische Prüfung.

Grenzen einer Wicklungs­temperatur­messung

„Ein WTI misst immer direkt die Wicklung.“

Nicht unbedingt. Herkömmliche WTI-Transformator­anordnungen leiten den Wicklungswert üblicherweise aus der Temperatur und Last des oberen Öls ab, sodass das Ergebnis berechnet oder simuliert und nicht von einem Sensor am Leiter abgelesen wird.

„Ein Detektor misst die gesamte Wicklung.“

Punktsensoren messen nur die Orte, an denen sie installiert sind. Für die Abdeckung einer Wicklung sind ausreichend Sensoren an geeigneten Stellen erforderlich.

„Obere Öltemperatur ist Wicklungs­temperatur.“

Es handelt sich um unterschiedliche Messgrößen. Unter Last ist die Wicklung im Allgemeinen heißer als das Öl um sie herum, und der Unterschied ändert sich mit der Belastung und Abkühlung.

„Mehrere Glasfasersonden sind DTS.“

Das sind sie nicht. Mehrere Sonden liefern weiterhin mehrere unabhängige Punktmessungen und es wird kein kontinuierliches Profil entlang der Faser erzeugt.

„Die gleiche Detektoranordnung passt zu jedem Transformator und Motor.“

Gerätedesign und Messziel unterscheiden sich je nach Anwendung, daher muss die Anordnung für jeden Fall individuell gewählt werden.

Schlussfolgerung

Ein Wicklungs­temperatur­fühler ist keine einzelne Sensortechnologie. Abhängig von der Ausrüstung kann die Wicklungs­temperatur direkt mit Widerstands­thermometer oder faseroptischen Sonden gemessen oder indirekt durch Geräte wie einen Transformator WTI dargestellt werden.

Widerstands­thermometer sind eine etablierte Form der direkten elektrischen Messung an installierten Standorten. Ein WTI ist ein transformator­orientierter thermischer Indikations- und Simulationsansatz. Faseroptische Sensoren ermöglichen eine direkte Punktmessung über einen optisch isolierten Erfassungspfad. Keine der drei ist in jedem Fall die beste.

Die geeignete Methode hängt von der Ausrüstung, dem Messpunkt, der elektrischen Umgebung und davon ab, ob das Projekt direkte Temperatur­daten oder eine indirekte thermische Anzeige erfordert.

Wenn Ihr Projekt eine direkte Messung der Wicklungs­temperatur erfordert, kann INNO Ihnen bei der Überprüfung der Erfassungs­positionen, der Sondenkonfiguration, der Faserführung und der Kanalanforderungen helfen.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist ein Wicklungs­temperatur­fühler?+

Ein Wicklungs­temperatur­fühler ist eine Erfassungs- oder Überwachungsanordnung zur Bestimmung der Temperatur einer Wicklung in einem Transformator, Motor oder Generator. Der Begriff ist weit gefasst. Je nach Ausrüstung und Messmethode kann es sich um einen eingebetteten RTD, einen Transformator-WTI oder eine faseroptische Sonde handeln.

Was ist der Unterschied zwischen einem Wicklungs­temperatur­fühler und einem Wicklungs­temperatur­sensor?+

Ein Detektor ist die umfassendere Bezeichnung für die gesamte Anordnung zur Bestimmung der Wicklungs­temperatur. Ein Sensor ist normalerweise das eigentliche Sensorelement, beispielsweise ein RTD, ein Thermistor, ein Thermoelement oder eine faseroptische Sonde. Ein Detektor kann einen Sensor, ein Instrument und in manchen Fällen eine Berechnung umfassen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Wicklungs­temperatur­fühler und einem WTI?+

Ein WTI ist ein spezieller Instrumententyp, der hauptsächlich mit Öltransformatoren in Verbindung gebracht wird und die Wicklungs­temperatur anzeigt, häufig durch die Temperatur des oberen Öls und eine lastbasierte Simulation. Ein Wicklungs­temperatur­fühler ist der weiter gefasste Begriff, der sowohl WTIs als auch direkte Methoden wie Widerstands­thermometer und faseroptische Sonden umfasst.

Misst ein Transformator-WTI direkt die Wicklungs­temperatur?+

Nicht unbedingt. Herkömmliche Transformator-WTI-Anordnungen liefern im Allgemeinen einen indirekten oder simulierten Wert, der auf der Temperatur des oberen Öls und der Transformator­last basiert. Der Sensor wird üblicherweise nicht im Wicklungs­leiter platziert. Für die direkte Messung ist eine Sonde erforderlich, die an einer ausgewählten Wicklungs­stelle installiert wird.

Was ist ein RTD-Wicklungs­temperatur­sensor?+

Ein RTD-Wicklungs­temperatur­sensor ist ein Widerstands­temperatur­detektor, der an oder in einer Wicklung installiert ist. Sein elektrischer Widerstand ändert sich vorhersehbar mit der Temperatur und ein angeschlossenes Instrument wandelt diesen in einen Temperaturwert um. Es misst die Temperatur in der Nähe des Einbauorts und kommt häufig in Statorwicklungen von Motoren und Generatoren vor.

Wie funktioniert ein Glasfaser-Wicklungs­temperatur­sensor?+

Bei der fluoreszenz­basierten Sensorik wird die Sondenspitze an einer ausgewählten Wicklungs­stelle installiert. Eine optische Faser leitet das Anregungslicht zur Spitze und das Rücksignal zurück zu einem Instrument. Aus dem Fluoreszenz­verhalten leitet das Gerät die Temperatur ab. Die Messung gilt nur für die Messspitze.

Welcher Wicklungs­temperatur­fühler wird in Transformatoren verwendet?+

Das hängt vom Transformator­design und dem Überwachungsziel ab. Viele Öltransformatoren verwenden ein WTI mit Öloberseitenmessung, während einige Konstruktionen direkte Sonden wie faseroptische Sensoren umfassen, die während der Herstellung an ausgewählten Wicklungs­stellen angebracht werden. Die Auswahl spiegelt wider, was das Projekt messen oder anzeigen muss.

Welcher Wicklungs­temperatur­fühler wird in Motoren verwendet?+

Das hängt vom Motordesign, dem Überwachungsziel und der elektrischen Umgebung ab. Widerstands­thermometer werden häufig in Statorwicklungen eingebettet, und es können auch andere Sensortypen verwendet werden. Glasfasersonden können in Betracht gezogen werden, wenn elektrische Isolierung oder eine starke elektro­magnetische Umgebung ein Problem darstellen.

Kann ein Wicklungs­temperatur­fühler eine gesamte Wicklung messen?+

Nein. Ein Punktsensor misst nur den Ort, an dem er installiert ist, und repräsentiert nicht die gesamte Wicklung. Ein WTI liefert einen berechneten Wert für die Wicklung, es handelt sich dabei jedoch um eine Simulation und nicht um eine Messung aller Standorte. Um mehrere Standorte abzudecken, werden mehrere Sensoren benötigt.

Können mehrere Glasfasersonden mehrere Wickelorte überwachen?+

Ja. Jede Sonde ist ein unabhängiger Punktsensor, sodass mehrere Sonden mehrere ausgewählte Orte messen können. Jeder Standort benötigt eine eigene Sonde und einen kompatiblen aktiven Kanal am Instrument. Das Ergebnis sind mehrere unabhängige Punktmessungen und kein kontinuierliches Temperatur­profil.

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