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SONDENAUSWAHL

Faseroptische Temperatursensoren

Faseroptische Temperatursensoren erfassen die Temperatur direkt an definierten Messstellen und übertragen das Messsignal optisch zum Auswertegerät. Je nach Einbausituation stehen unterschiedliche Sondenausführungen für Wicklungen, elektrische Verbindungen, Hochspannungsanlagen sowie Mikrowellen-, HF- und weitere elektromagnetisch anspruchsvolle Umgebungen zur Verfügung.

Für die Auswahl sind vor allem Messstelle, Temperaturbereich, Faserlänge, Anzahl der Messpunkte und die gewünschte Systemanbindung entscheidend.

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Faseroptische Temperatursonde für punktuelle Messung

Für welche Messaufgaben eignen sich die Sonden?

Die passende Sonde wird zuerst nach der Messstelle ausgewählt. Entscheidend sind Einbauraum, Befestigung, Umgebung und der Weg der optischen Faser zum Auswertegerät.

Hochspannungsanlagen

Für definierte Messstellen an elektrischen Verbindungen, Sammelschienen oder anderen Bauteilen in Hochspannungsumgebungen.

Transformator- und Motorwicklungen

Für direkte Temperaturmessungen an ausgewählten Wicklungsbereichen und anderen thermisch relevanten Messstellen.

EMV-, HF- und Mikrowellenumgebungen

Für Messstellen in starken elektromagnetischen Feldern, in denen elektrische Sensorleitungen die Messung beeinflussen können.

Sensorvarianten nach Einbausituation

Die Sonden unterscheiden sich vor allem in Sondenspitze, Befestigung, Faserschutz und Einbauform. Wählen Sie die Bauform nach der tatsächlichen Messstelle – nicht nur nach dem Gerätetyp.

Standard-Fluoreszenzsonde

Standard-Fluoreszenzsonde

Für allgemeine punktuelle Temperaturmessungen an gut zugänglichen Messstellen.

Sonde für Sammelschienen und Schraubverbindungen

Sonde für Sammelschienen und Schraubverbindungen

Für definierte Messpunkte an elektrischen Verbindungen und Befestigungsstellen.

Armierte Wicklungssonde

Armierte Wicklungssonde

Mit zusätzlichem mechanischem Schutz für ausgewählte Wicklungs- und Transformatoranwendungen.

Polyimid-Wicklungssonde

Polyimid-Wicklungssonde

Für definierte Messstellen innerhalb von Wicklungsbereichen.

Motorwicklungssonde

Motorwicklungssonde

Für punktuelle Temperaturmessungen an ausgewählten Bereichen von Motorwicklungen.

Sonde für MRT- und HF-Umgebungen

Sonde für MRT- und HF-Umgebungen

Für Messstellen in Umgebungen mit starken elektromagnetischen Feldern.

Sonde für erweiterte Temperaturbereiche

Sonde für erweiterte Temperaturbereiche

Für Messaufgaben außerhalb des Standardtemperaturbereichs mit entsprechend ausgelegter Sondenausführung.

Sonde für Öl-/Flüssigkeitsanwendungen

Sonde für Öl-/Flüssigkeitsanwendungen

Für ausgewählte Messstellen in ölgekühlten Transformatorwicklungen.

Wicklungssonde mit Schutzrohr

Wicklungssonde mit Schutzrohr

Mit Schutzrohr für ausgewählte Messstellen in Transformatorwicklungen.

Punktuelle Temperaturmessung an definierten Messstellen

Die Sonde erfasst die Temperatur direkt an einem definierten Messpunkt. Dadurch lässt sich der Sensor gezielt dort platzieren, wo die Temperatur für die jeweilige Anwendung relevant ist – zum Beispiel an einer Wicklung, einer elektrischen Verbindung oder innerhalb eines industriellen Prozesses.

Das Messsignal wird optisch über die Faser zum Auswertegerät übertragen. Im eigentlichen Messbereich ist keine elektrische Sensorleitung erforderlich.

Faseroptische Temperatursonde ohne elektrische Sensorleitung am Messpunkt

Wie entsteht der Temperaturwert?

Ein optisches Signal regt das Sensormaterial an der Sondenspitze an. Das Auswertegerät erfasst die zurücklaufende Fluoreszenz und verwendet sie zur Berechnung der Temperatur.

Das Ergebnis steht anschließend als Temperaturwert für den jeweiligen Messpunkt zur Verfügung.

Messprinzip im Detail

Den passenden Sensor auswählen

  • Messstelle
    Wo soll die Temperatur tatsächlich erfasst werden?
  • Einbauraum
    Wie viel Platz steht für Sondenspitze, Befestigung und Faserführung zur Verfügung?
  • Temperaturbereich
    Welche Betriebs- und Maximaltemperaturen sind zu erwarten?
  • Faserlänge
    Wie weit liegt das Auswertegerät vom Messpunkt entfernt?
  • Messpunkte
    Wie viele Stellen sollen gleichzeitig überwacht werden?
  • Integration
    Welche Anzeige, SPS-, SCADA- oder Kommunikationsanbindung wird benötigt?

Faserlänge und Anzahl der Messpunkte

Messen Sie zunächst den tatsächlichen Faserweg zwischen Messstelle und vorgesehenem Standort des Auswertegeräts. Berücksichtigen Sie dabei Durchführungen, Befestigungspunkte und eine ausreichende Montagereserve.

Legen Sie anschließend fest, welche thermisch relevanten Stellen gleichzeitig überwacht werden sollen. Daraus ergibt sich die erforderliche Anzahl der Sensoren und Messkanäle.

Auswertegeräte und Systemintegration

Das Auswertegerät verarbeitet die optischen Signale der angeschlossenen Temperatursensoren und stellt die Messwerte für Anzeige, Überwachung oder weitere Systemintegration bereit.

Für die Geräteauswahl sind vor allem Kanalzahl, Versorgung und die benötigte Schnittstelle zum übergeordneten System relevant.

Geben Sie die gewünschte Schnittstelle bereits bei der Anfrage an, damit Sensoren und Auswertegerät passend konfiguriert werden können.

Technische Angaben im Vergleich

Die wichtigsten Unterschiede liegen in Sondenausführung, Faserschutz, Temperaturbereich und vorgesehener Messstelle. Die folgende Übersicht dient als erste Auswahlhilfe; maßgeblich sind die technischen Daten der jeweiligen Produktausführung.

VarianteVorhandene AngabeAuswahlhinweis
Sammelschienen-/SchraubsondeGelisteter Bereich: −40 °C bis +260 °C; konfigurierbare Faser: 1–15 mMontage an elektrischen Verbindungen prüfen
Armierte WicklungssondeGelisteter Bereich: −40 °C bis +260 °C; 3 mm gelisteter KabeldurchmesserZusätzlicher mechanischer Schutz
Polyimid-WicklungssondeGelisteter Bereich: −40 °C bis +260 °C; 2,5 mm gelisteter SpitzendurchmesserSchlanke Einbausituation
MRT-/HF-SondeGelistete Konfiguration: 20 °C bis +50 °C; 5 m FaserProjektspezifische Eignung prüfen

Häufige Fragen zur Auswahl faseroptischer Temperatursensoren

Was ist ein faseroptischer Temperatursensor?

Ein faseroptischer Temperatursensor erfasst die Temperatur an einem definierten Messpunkt und überträgt das Messsignal optisch zum Auswertegerät. Da die Sonde elektrisch passiv arbeitet, eignet sich die Technik besonders für Messstellen mit Hochspannung, starken elektromagnetischen Feldern oder speziellen Einbaubedingungen.

Welche Sonde eignet sich für meine Messstelle?

Die Sondenausführung richtet sich vor allem nach Einbauort und mechanischer Befestigung. Für Transformator- oder Motorwicklungen, Sammelschienen- und Schraubverbindungen sowie Mikrowellen-, HF- oder MRT-Umgebungen werden unterschiedliche Bauformen eingesetzt.

Wenn Sie uns Messstelle, Temperaturbereich und Einbausituation nennen, können wir die passende Variante mit Ihnen abstimmen.

Wie wird die Faserlänge ausgewählt?

Die Faserlänge wird vom Messpunkt bis zum vorgesehenen Standort des Auswertegeräts geplant. Dabei sollten der tatsächliche Leitungsweg, Durchführungen, Befestigungspunkte und eine ausreichende Montagereserve berücksichtigt werden.

Für die Auswahl können Sie uns eine einfache Skizze oder die ungefähre Einbaustrecke senden.

Wie viele Messpunkte sind erforderlich?

Die Anzahl der Messpunkte richtet sich nach den thermisch relevanten Stellen der Anlage. Bei Wicklungen, elektrischen Verbindungen oder anderen Bauteilen werden die Sensoren dort platziert, wo eine direkte Temperaturerfassung technisch sinnvoll ist.

Für Mehrpunktmessungen wird das Auswertegerät entsprechend der benötigten Kanalzahl ausgewählt.

Kann ein faseroptischer Temperatursensor in Hochspannungs- oder EMV-Umgebungen eingesetzt werden?

Ja. Die Temperatursonde arbeitet elektrisch passiv und überträgt das Messsignal optisch. Dadurch eignet sich die Technik für Messstellen in Hochspannungsanlagen und in Umgebungen mit starken elektromagnetischen Feldern, sofern Sondenausführung und Installation zur jeweiligen Messaufgabe passen.

Wie werden die Temperaturwerte in ein bestehendes System übertragen?

Das Auswertegerät verarbeitet die optischen Sensorsignale und stellt die Temperaturwerte für Anzeige, Überwachung oder weitere Systemintegration bereit. Welche Schnittstelle verwendet wird, richtet sich nach dem eingesetzten Gerät und dem vorhandenen SPS-, SCADA- oder Überwachungssystem.

Geben Sie die gewünschte Schnittstelle bei Ihrer Anfrage an.

Technische Anfrage

Sensor für Ihre Messstelle anfragen

Beschreiben Sie uns Messstelle, Temperaturbereich, Faserweg, Anzahl der Messpunkte und die gewünschte Systemanbindung. Auf dieser Grundlage können wir die passende Kombination aus Sonde und Auswertegerät mit Ihnen abstimmen.

Eine Skizze oder kurze Beschreibung der Einbausituation hilft bei der Auswahl.

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