info@innofj.comTechnische Anfrage

Temperatur an Sammelschienen, Verbindungen und Kabelanschlüssen überwachen

INNO Anwendungstechnik Aktualisiert am 06.09.2026 10 Min. Lesezeit

Erfahren Sie, wie Sie Sammelschienen, elektrische Verbindungen und Kabelanschlüsse von Schaltanlagen mit Punktsensoren, Mehrkanalinstrumenten und SPS- oder SCADA-Integration überwachen.

Temperatur an Sammelschienen, Verbindungen und Kabelanschlüssen überwachen

In Schaltanlagen werden ausgewählte Sammelschienen, elektrische Verbindungen und Kabelanschlüsse mit Punktsonden überwacht. Jede Messstelle benötigt eine geeignete Befestigung und einen zugeordneten Messkanal. Das Auswertegerät führt die Werte zusammen und stellt sie für Anzeige, Alarmierung oder Anlagensteuerung bereit.

  • Die Temperatur­überwachung von Schaltanlagen sollte sich auf ausgewählte stromführende Punkte wie Sammelschienenverbindungen, Leistungsschalterverbindungen und Kabelanschlüsse konzentrieren.
  • Ein Punkttemperatur­sensor misst normalerweise einen definierten physischen Ort.
  • Mehrpunkt­überwachung ist erforderlich, wenn mehrere Phasen, Verbindungen oder Kabelabschlüsse unabhängig voneinander überwacht werden müssen.
  • Gängige Methoden umfassen Infrarotinspektion, Kontakttemperatur­sensoren, drahtlose Sensoren und faseroptische Temperatur­sensoren, je nach Ausrüstung und Überwachungsziel.
  • Faseroptische Sensoren sind besonders nützlich, wenn elektrische Isolierung und hohe Beständigkeit gegen elektro­magnetische Störungen wichtig sind.
  • Temperatur­daten können über ein kompatibles Auswertegerät an SPS, SCADA oder andere Überwachungsplattformen gesendet werden.

Leitfaden zur Temperatur­überwachung von Schaltanlagen

Wo soll die Temperatur in Schaltanlagen überwacht werden?

Typische Überwachungspunkte in Mittelspannungs- und Hochspannungs­schaltanlagen sind:

  • Sammelschienenverbindungen
  • Phasenverbindungen
  • Leistungsschalter-Verbindungspunkte
  • Kabelanschlüsse
  • Kabelschuhe
  • Trennen Sie ggf. Kontakte.
  • Weitere ausgewählte stromführende Verbindungen

Sensorpositionen werden anhand des Schaltanlagendesigns und des Strompfads ausgewählt. Nicht jede Schaltanlage verwendet die gleichen Positionen. Der Messpunkt sollte der elektrischen Verbindung oder dem Leiterort entsprechen, den der Techniker überwachen möchte.

Wie funktioniert die Überwachung der Sammelschienentemperatur?

Die Überwachung der Sammelschienentemperatur misst normalerweise ausgewählte Punkte an Phasensammelschienen, Sammelschienenverbindungen, Abzweigverbindungen und Verbindungsschnittstellen. Jeder Sammelschienentemperatur­sensor wird an einem ausgewählten Ort installiert und meldet dort die Temperatur.

Ein Punktsensor misst nur seinen Installationsort. Ein Sensor überwacht nicht eine ganze Sammelschiene. Müssen A-/B-/C-Phasen oder mehrere Gelenke überwacht werden, benötigt jedes seinen eigenen Messpunkt.

Warum die Temperatur elektrischer Verbindungen in Schaltanlagen überwachen?

Lokale Erwärmungen in Schaltanlagen treten häufig an stromführenden Anschlusspunkten auf, wo sich elektrische Verluste und Wärmeableitungsbedingungen von der umgebenden Struktur unterscheiden. Zu den Faktoren gehören Stromstärke, Verbindungswiderstand, Kontaktzustand, Verbindungsdesign, Leitergeometrie, Kühlung/Belüftung, Umgebungstemperatur und Gerätebelastung.

Das Ziel der elektrischen Verbindungstemperatur­überwachung besteht darin, die Temperatur an ausgewählten Verbindungen über einen längeren Zeitraum zu verfolgen, und nicht darin, eine Ursache automatisch zu diagnostizieren. Ein Temperatur­anstieg allein identifiziert nicht seine Ursache und die Alarmeinstellungen sollten sich an der Projektspezifikation orientieren. Die Anschlusspunkttemperatur ist ein Input für die umfassendere Zustandsüberwachung von Schaltanlagen. Temperatur­messungen allein können nicht alle Ursachen für eine Geräteverschlechterung identifizieren.

Wie wird die Kabelabschlusstemperatur in Schaltanlagen überwacht?

Die Überwachung der Kabelabschlusstemperatur erfolgt je nach Schaltanlagendesign über einen Messpunkt am Kabelschuh, am Abschlussanschluss, am Leiteranschlusspunkt oder am ausgewählten Phasenabschluss. Der Messwert ist eine lokale Messung, nicht die Temperatur des gesamten Kabels.

Wenn die A-/B-/C-Abschlüsse separat überwacht werden, bedeutet das normalerweise drei unabhängige Erfassungs­punkte. Ankommende und abgehende Stromkreise oder mehrere Kabelstromkreise erhöhen die Anzahl der Weichen entsprechend.

Welche Methoden zur Temperatur­sensorik in Schaltanlagen sind verfügbar?

MethodeWas es misstKontinuierliche ÜberwachungHauptüberlegung
InfrarotinspektionZugängliche OberflächentemperaturNormalerweise periodisch, es sei denn, es wird ein festes Wärmebildsystem verwendetErfordert optischen Zugang/Sichtlinie
Elektrischen Sensor kontaktierenTemperatur am installierten PunktJaElektroinstallation und Isolierungsdesign
Drahtloser Temperatur­sensorTemperatur am installierten PunktNormalerweise abhängig von der Sensor- und LeistungsarchitekturEnergie-, Kommunikations- und Installationsarchitektur hängen vom Sensordesign ab
Faseroptischer Temperatur­sensorTemperatur am Standort der optischen SondeJaErfordert optisches Auswertegerät
SchrankluftsensorInnenlufttemperaturJaStellt die Temperatur der elektrischen Verbindung nicht direkt dar

Wann sollte ein faseroptischer Temperatur­sensor in Schaltanlagen verwendet werden?

Ein faseroptischer Temperatur­sensor für Schaltanlagen ist besonders relevant, wenn direkte Punktmessung, elektrische Isolierung und Beständigkeit gegen elektro­magnetische Störungen wichtig sind. Typische Fälle sind:

  • Mittelspannungsschaltanlagen
  • Hochspannungs­geräte
  • Sammelschienen
  • Ausgewählte unter Spannung stehende Anschlusspunkte
  • Starke EMI-Umgebungen
  • Anwendungen, die eine elektrische Isolierung erfordern
  • Mehrpunkt-Direkttemperatur­messung

Der optische Erfassungspfad ist elektrisch isoliert und weist eine hohe Störfestigkeit gegenüber elektro­magnetischen Störungen auf. Das Auswertegerät und die externe Kommunikations­verkabelung bleiben elektronische Komponenten, und die richtige Schaltanlagenkonstruktion gilt weiterhin. Nicht jede Schaltanlage benötigt faseroptische Sensoren.

Glasfaser vs. Wireless vs. Infrarot-Schaltanlagen-Temperatur­überwachung

FunktionFaseroptischer SensorDrahtloser KontaktsensorInfrarot
MessungDirekt installierter PunktDirekt installierter PunktZugängliche Oberfläche
Kontinuierliche ÜberwachungJaJaAbhängig vom System
Elektrischer Pfad am Erfassungs­punktElektrisch isolierter optischer ErfassungspfadAbhängig vom SensordesignBerührungslos
EMI-BerücksichtigungHohe Störfestigkeit entlang des optischen PfadesAbhängig vom DesignBerührungslose optische Messung
Erfordert SichtlinieNeinNeinJa für IR-Messung
Mehrpunkt­überwachungJaJaSystemabhängig möglich
Typische PassformElektrische Isolierung / starke EMI / ausgewählte PunktüberwachungNachrüstung / drahtlose Architektur, wo geeignetInspektion / begehbare Oberflächen

Verschiedene Methoden passen zu unterschiedlichen Überwachungsarchitekturen und einige Projekte kombinieren sie.

Wie funktioniert die Temperatur­überwachung von Mehrpunkt-Schaltanlagen?

Eine punktförmige faseroptische Sonde entspricht normalerweise einem aktiven Messkanal. Drei Phasen an einem Ort (A / B / C) bedeuten normalerweise 3 Messpunkte. Zwei dreiphasige Standorte, beispielsweise eine Sammelschienenverbindung plus ein Kabelabschluss, können 6 Messpunkte bedeuten. Mehr überwachte dreiphasige Standorte können zu 9/12 Kanälen oder anderen projektspezifischen Kanalzahlen führen.

Eine solche Mehrpunkt-Temperatur­überwachung misst jeden Punkt unabhängig über ein Mehrkanal-Instrument. Für INNO werden bei Projekten in Schaltanlagen und kastenförmigen Umspannwerken üblicherweise Konfigurationen mit 3/6/9/12 Kanälen verwendet. Hierbei handelt es sich um praktische Konfigurationsmuster, nicht um verbindliche Industriestandards. Die endgültige Zahl hängt von den tatsächlichen Erfassungs­punkten ab.

Wie viele Temperatur­sensoren benötigt ein Schaltschrank?

Beispiel für einen ÜberwachungsumfangBeispielpunktanzahlMögliche Kanalanforderung
Ein dreiphasiger Anschluss3 Punkte3 Kanäle
Sammelschienenverbindung + Kabelabschluss, drei Phasen6 Punkte6 Kanäle
Drei dreiphasige Standorte9 Punkte9 Kanäle
Vier dreiphasige Standorte12 Punkte12 Kanäle

Dies ist nur ein Konfigurationsbeispiel. Die tatsächliche Kanalanzahl sollte sich nach dem Schaltkreisdesign der Schaltanlage, der Anzahl der Phasen, der Anzahl der überwachten Verbindungen und dem Projektüberwachungsziel richten.

Wie kann die Temperatur­überwachung von Schaltanlagen mit einer SPS oder SCADA verbunden werden?

Eine faseroptische Sonde wird normalerweise nicht direkt an eine SPS angeschlossen. Die Struktur ist:

Faseroptische Sonde → Mehrkanal-Temperatur­überwachungs­gerät → SPS / SCADA / Fernüberwachungs­system

Mögliche Integrationsoptionen sind:

  • RS485 mit einem unterstützten Protokoll wie Modbus RTU
  • 4-20 mA
  • Alarmrelais
  • KANN, sofern unterstützt
  • Ethernet / TCP/IP, sofern unterstützt

Verfügbare Schnittstellen hängen vom Gerät und der Konfiguration ab. SPS oder SCADA können dann die Anzeige der Kanaltemperatur, die Trendaufzeichnung, den Alarmstatus, historische Daten und die Überwachung auf Systemebene übernehmen.

Stellt die Schranklufttemperatur die Sammelschienen- oder Verbindungstemperatur dar?

Nein, nicht direkt. Die Schranklufttemperatur spiegelt die örtliche Schaltschrankumgebung wider, während die Temperaturen von Sammelschienen, Verbindungen und Kabelanschlüssen bestimmte stromführende Stellen darstellen.

Die Überwachung der Schaltschranktemperatur durch Luft- oder Umgebungssensoren kann die direkte Messung am Anschlusspunkt nicht ersetzen. Es kann weiterhin nützlichen Kontext für die Interpretation von Verbindungspunktablesungen liefern.

So wählen Sie eine Methode zur Überwachung der Schaltanlagentemperatur aus

AnforderungWas Sie beachten sollten
MesszielSammelschiene / Verbindung / Kabelabschluss / Schrankluft
Kontinuierliche oder periodische ÜberwachungOnline-Sensor vs. Infrarotinspektion
Elektrische UmgebungSpannungsniveau / Isolierung / EMI
Anzahl der MesspunkteEinzelpunkt vs. Mehrpunkt
Neue Ausrüstung oder NachrüstungInstallationszugriff und -struktur
SignalarchitekturLokaler Alarm / SPS / SCADA / Remote-Plattform
SensorverkabelungElektrisch / drahtlos / optisch
Kanalanzahl3 / 6 / 9 / 12 oder projektspezifisch
Überwachung des InstrumentenstandortsIm Schrank / Panel / externen Überwachungsbereich

Schaltanlagen-Temperatur­sensoren für neue Geräte im Vergleich zu Retrofit-Projekten

Neue Schaltanlage: Temperatur­messpunkte und Faserführung können zusammen mit dem Gerätelayout während der Schrankkonstruktion und -montage geplant werden.

Nachrüstung: Vorhandene Freiräume, Zugänglichkeit, Montagepositionen und Kommunikations­architektur sollten zunächst überprüft werden. Die Sensorplatzierung sollte den Anforderungen des Schaltanlagendesigns und der Projekttechnik entsprechen.

INNO faseroptische Temperatur­überwachung für Schaltanlagen

INNO bietet fluoreszenz­basierte punktförmige faseroptische Temperatur­sensoren und Mehrkanal-Auswertegeräte für die Temperatur­überwachung von Schaltanlagen, Sammelschienen, elektrischen Verbindungen und Kabelanschlüssen. Auf der Seite Fluoreszierende faseroptische Temperatur­sensortechnologie wird das Sensorprinzip erläutert.

  • Direkte Punkttemperatur­messung
  • Elektrisch isolierter optischer Erfassungspfad
  • Hohe Beständigkeit gegen elektro­magnetische Störungen entlang des optischen Erfassungs­pfads
  • Kompakte Punktsonden
  • Benutzerdefinierte Faserlänge
  • 3/6/9/12-Kanal-Konfigurationen für gängige Schaltanlagenprojekte
  • Andere Kanalanzahlen je nach Instrument und Projekt verfügbar
  • SPS-/SCADA-Integration durch kompatible Auswertegeräte
  • OEM-/ODM-Optionen für Schaltanlagenhersteller und Systemintegratoren

Typische INNO-Punktsonden-Referenzen umfassen einen Temperatur­bereich von etwa -40 bis 260 °C, eine Genauigkeit von etwa ±0,5 bis ±1 °C, eine Reaktion unter 1 s, einen Sondendurchmesser von etwa 2–3 mm und eine Faserlänge von etwa 0–20 m, je nach Sonde, Instrument und Projektkonfiguration.

Welche Informationen werden für eine Konfiguration zur Temperatur­überwachung einer Schaltanlage benötigt?

  • Schaltanlagentyp
  • Spannungspegel
  • Anzahl der Schränke
  • Anzahl der Phasen
  • Messpunkte
  • Sammelschienen-Verbindungsstellen
  • Kabelabschlussorte
  • Anzahl der erforderlichen Erfassungs­punkte
  • Erforderliche Kanäle
  • LWL-Routing-Entfernung
  • Überwachung des Gerätestandorts
  • Lokale Anzeigeanforderung
  • SPS-/SCADA-Anforderung
  • Kommunikations­schnittstelle
  • Alarmausgabeanforderung

Verwandte Produkte zur Temperatur­überwachung von Schaltanlagen

Verwandte Leitfäden für Schaltanlagen und Mehrpunkt-Temperatur­überwachung

Benötigen Sie Hilfe bei der Konfiguration der Temperatur­überwachung für Schaltanlagen?

Wenn Sie eine Temperatur­überwachung für Schaltanlagen-Sammelschienen, elektrische Verbindungen oder Kabelanschlüsse benötigen, geben Sie den Schaltanlagentyp, den Spannungspegel, die Anzahl der überwachten Standorte, die Glasfaserführung und die Anforderungen an die Systemintegration an. INNO kann bei der Konfiguration der Messpunkte, Glasfasersonden, Kanalanzahl und Auswertegeräte für das Projekt helfen.

Kontaktieren Sie INNO Engineering

Häufige Fragen

Wo sollten Temperatur­sensoren in Schaltanlagen installiert werden?+

An ausgewählten stromführenden Punkten wie Sammelschienenverbindungen, Leistungsschalteranschlüssen und Kabelanschlüssen. Die genauen Positionen richten sich nach den Anforderungen des Schaltanlagendesigns und der Projektierung.

Wie wird die Sammelschienentemperatur überwacht?+

Ein Sammelschienen-Temperatur­sensor ist an ausgewählten Punkten wie Verbindungsstellen und Verbindungsschnittstellen installiert, und jeder Sensor meldet nur seinen eigenen Standort. Mehrere Punkte erfordern mehrere Sensoren.

Wie viele Temperatur­sensoren werden in einem Schaltschrank benötigt?+

Das hängt von der Anzahl der Phasen und überwachten Verbindungen ab. Ein dreiphasiger Standort verwendet normalerweise drei unabhängige Punkte. Konfigurationen wie 6/9/12 Kanäle können praktische Muster für größere Überwachungsbereiche sein, sie sind jedoch keine von der Industrie vorgeschriebenen Zählwerte.

Können faseroptische Temperatur­sensoren in Mittelspannungsschaltanlagen eingesetzt werden?+

Ja. Sie werden dort eingesetzt, wo direkte Punktmessung, elektrische Isolierung und Widerstands­fähigkeit gegen elektro­magnetische Störungen erforderlich sind, abhängig vom Design der Schaltanlage und den Projektanforderungen.

Kann die Temperatur­überwachung von Schaltanlagen an eine SPS oder SCADA angeschlossen werden?+

Ja, über das Auswertegerät unter Verwendung von Optionen wie RS485 mit einem unterstützten Protokoll wie Modbus RTU, 4–20 mA oder Alarmrelais, sofern das Modell diese unterstützt. Die faseroptische Sonde selbst ist nicht direkt mit einer SPS verbunden.

Entspricht die Lufttemperatur im Schrank der Sammelschienen- oder Verbindungstemperatur?+

Nein. Die Schranklufttemperatur beschreibt die Gehäuseumgebung, während die Verbindungs- und Sammelschienentemperatur einen bestimmten stromführenden Ort beschreibt.

Beschreiben Sie Ihre Messaufgabe
Technische Anfrage

Beschreiben Sie Ihre Messaufgabe oder schreiben Sie uns direkt an info@innofj.com