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Temperatur­sensoren für Elektromotoren: Pt100, Thermistoren und Faseroptik

INNO Anwendungstechnik Aktualisiert am 29.09.2026 15 Min. Lesezeit

Vergleichen Sie RTD-, Thermistor-, Thermoelement- und faseroptische Temperatursensoren für Elektromotoren, einschließlich Wicklungs-, Stator- und Hochspannungsanwendungen.

Faseroptische Temperaturmessmodule von INNO in industriellen elektrischen Anlagen

In Elektromotoren werden je nach Messaufgabe Widerstandsthermometer, Thermistoren, Thermoelemente oder faseroptische Sensoren eingesetzt. Neben der Wicklungstemperatur können auch Lagertemperaturen, Gehäusetemperaturen und weitere innere Messstellen relevant sein. Jeder Einbauort liefert eine andere thermische Information.

Der geeignete Sensor hängt vom Messort, dem Temperatur­bereich, der elektrischen Umgebung, der erforderlichen Genauigkeit, dem Ansprechverhalten, dem Einbauraum und der Überwachungsschnittstelle ab.

Welche Temperatur­sensoren werden in Elektromotoren verwendet?

Vier Sensortypen decken die meisten Motortemperatur­messungen ab. Widerstands­thermometer (Widerstands­temperatur­detektoren) nutzen die Änderung des elektrischen Widerstands mit der Temperatur. Thermistoren nutzen ebenfalls eine Widerstands­änderung, allerdings mit Halbleitermaterialien und einer anderen Ansprechkurve. Thermoelemente erzeugen eine kleine Spannung, die von der Temperatur abhängt. Faseroptische Sensoren verwenden ein optisches Signal, und bei fluoreszenz­basierten Designs wird die Temperatur aus dem Fluoreszenz­verhalten eines Materials an der Sensorspitze abgeleitet.

Motoren können auch Lagertemperatur­sensoren und Oberflächen- oder Gehäusesensoren tragen. Lager- und Gehäusesensoren messen andere thermische Größen als Wicklungs- und Statorsensoren.

RTD-Sensoren zur Motortemperatur­messung

Ein RTD ist ein Widerstands­temperatur­detektor. Sein Widerstand ändert sich stabil und wiederholbar mit der Temperatur und das Überwachungs­gerät wandelt den gemessenen Widerstand in einen Temperaturwert um. PT100 und PT1000 sind gängige Bezeichnungen, die sich auf den Nennwiderstand bei einer Referenztemperatur beziehen.

In Motoren sind Widerstands­thermometer üblicherweise in die Statorwicklung eingebettet oder an Lagern angebracht. Ein Wicklungs-RTD wird während der Fertigung an einer ausgewählten Stelle installiert, häufig zwischen den Spulenseiten oder an einer anderen durch die Motorkonstruktion definierten Position. Da die Beziehung zwischen Widerstand und Temperatur stabil ist, eignen sich Widerstands­thermometer gut für die kontinuierliche Temperatur­überwachung und viele Motorschutzrelais, SPS und Überwachungs­systeme akzeptieren RTD-Eingänge direkt.

Mehrere Punkte müssen bei der Auswahl beachtet werden. Ein RTD erfordert elektrische Leiter, daher müssen Leitungsverkabelung und Isolierung berücksichtigt werden, insbesondere bei Hochspannungs­maschinen. Auch in elektrisch anspruchsvollen Umgebungen kann die Signalführung Sorgfalt erfordern. Spezifische Genauigkeitsklassen, Toleranzen und Temperatur­bereiche hängen vom RTD-Typ und Hersteller ab und sollten der Produktdokumentation entnommen werden.

Thermistoren in Motorwicklungen

Thermistoren sind temperatur­empfindliche Widerstände. NTC-Typen nehmen mit steigender Temperatur an Widerstand ab, während PTC-Typen im Allgemeinen einen starken Widerstands­anstieg um eine definierte Temperatur herum zeigen.

PTC-Thermistoren werden häufig zum Schutz und zur Schwellenerkennung verwendet. Eine Steuerschaltung überwacht den Widerstand und eine plötzliche Änderung signalisiert, dass die Wicklung einen Sollzustand erreicht hat. NTC-Thermistoren stellen einen temperatur­abhängigen Widerstand bereit, der bei Verwendung geeigneter Schaltungen als Temperaturwert ausgelesen werden kann.

Thermistoren sind nützlich, wenn eine kompakte Größe, eine einfache Schutzfunktion oder eine schnelle Widerstands­änderung erforderlich sind. Sie sollten nicht alle als kontinuierliche, präzise Temperatur­messgeräte betrachtet werden. Ihr Verhalten und Überwachungszweck hängen vom Sensortyp und dem Steuerkreis ab, an den er angeschlossen ist. Ein zum Schutz verwendeter Thermistor beantwortet eine andere Frage als ein Sensor, der für kontinuierliche Wicklungs­temperatur­daten verwendet wird.

Thermoelemente zur Motortemperatur­messung

Ein Thermoelement verbindet zwei unterschiedliche Metalle und die Verbindung erzeugt eine Spannung, die von der Temperatur abhängt. Der Sensoranschluss kann klein sein und die Reaktionsgeschwindigkeit hängt von der Konstruktion ab. Thermoelemente werden in vielen industriellen Anwendungen eingesetzt und finden sich auch in Motoren und angetriebenen Geräten.

Die wichtigsten Überlegungen sind elektrischer Natur. Das Signal ist eine von Leitern übertragene Niederspannungs­spannung, und für die Messung ist eine Referenzverbindungsanordnung im Instrument erforderlich. In elektrisch anspruchsvollen Umgebungen können Erdung, Abschirmung und Signalführung das Ergebnis beeinflussen. Dies schließt den Einsatz von Thermoelementen in Motoren nicht aus. Das bedeutet, dass in manchen Umgebungen der Verkabelung mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden muss als bei der optischen Abtastung.

Faseroptische Temperatur­sensoren für Motorwicklungen

INNOs Technologie ist eine fluoreszenz­basierte punktförmige faseroptische Temperatur­messung. Die Sonde verfügt über eine Messspitze, an der die Temperatur gemessen wird. Eine optische Faser leitet das Anregungslicht zur Spitze und das Rücksignal zurück zu einem kompatiblen Instrument, das es in einen Temperaturwert umwandelt.

Jede Sonde misst einen definierten physischen Standort. Die Faser zwischen der Sensorspitze und dem Instrument überträgt das Signal, misst jedoch nicht die Temperatur entlang ihrer Länge. Dabei handelt es sich um eine Punkterkennung, nicht um eine verteilte Erkennung, und eine Sonde findet nicht automatisch einen unbekannten Hotspot. Der Messpunkt muss im Voraus ausgewählt werden.

Für Wicklungen wird ein faseroptische Temperatur­fühler für Motorwicklungen mit seiner Messspitze an einer ausgewählten Wicklungs­stelle installiert. Der allgemeine Aufbau und die Auswahl an Sondentypen werden auf der Seite für faseroptische Temperatur­sensoren beschrieben.

Zu den für Motoranwendungen relevanten Eigenschaften gehören:

  • Elektrische Trennung des optischen Erfassungs­pfads
  • Hohe Beständigkeit gegen elektro­magnetische Störungen
  • Eignung für ausgewählte Hochspannungs­umgebungen oder Umgebungen mit starken elektro­magnetischen Feldern
  • Kleine Sondengeometrie, die bei begrenztem Einbauraum hilfreich sein kann
  • Mehrpunkt­überwachung mit mehreren unabhängigen Sonden

Dies sind Merkmale der Erfassungs­methode und keine Garantien für jede Installation. Ob ein faseroptischer Tastkopf zu einem bestimmten Motor passt, hängt vom Messort, der Wicklungs­konstruktion und der Art und Weise ab, wie die Faser aus der Maschine herausgeführt werden kann.

RTD vs. Thermistor vs. Thermoelement vs. Glasfasersensor

Die folgende Tabelle vergleicht die vier Typen nach ihrer Funktionsweise und wo sie häufig in Betracht gezogen werden. Es handelt sich um einen neutralen Vergleich, nicht um eine Rangfolge, und jede Zeile spiegelt allgemeine Merkmale wider, die je nach Produkt variieren.

SensortypMessprinzipTypische MotornutzungElektrisches Signal am MesspunktKontinuierliche Temperatur­messungWichtige Überlegungen zur Auswahl
RTDWiderstand ändert sich mit der TemperaturEingebettete Wicklungs-, Stator- und LagerüberwachungJa, elektrische Leiter verlaufen zum SensorelementJaLeitungsverkabelung, Isolierung und Signalführung im elektrischen Umfeld
ThermistorHalbleiterwiderstand ändert sich mit der TemperaturWicklungs­schutz und Schwellenwerterkennung sowie in einigen Designs Temperatur­anzeigeJa, elektrische Leiter verlaufen zum SensorelementAbhängig vom Sensortyp und der SteuerschaltungOb der Zweck Schutz oder kontinuierliche Daten ist
ThermoelementThermoelektrische Spannung an einer Verbindung unterschiedlicher MetalleAllgemeine industrielle Messungen, einschließlich einiger Motor- und GerätepositionenJa, Niederspannungs­signal auf LeiternJaVergleichsstelle, Erdung und Abschirmung
GlasfasersensorOptisches Signal von der Sensorspitze, z. B. Fluoreszenz­verhaltenDirekte Messung an ausgewählten Wicklungs­punkten, auch in elektrisch anspruchsvollen UmgebungenNein, der Signalweg am Messpunkt ist optischJaPunktplatzierung, Faserführung und kompatible Instrumentenkanäle

Wo sind Temperatur­sensoren in einem Elektromotor installiert?

Der Messort schränkt oft die Auswahl des Sensors ein, bevor andere Faktoren berücksichtigt werden, da unterschiedliche Orte unterschiedliche Ziele verfolgen.

Statorwicklungen

Die Statorwicklung ist ein Hauptstandort für die Motortemperatur­überwachung. Sensoren werden in der Regel während der Herstellung in ausgewählte Wicklungs­stellen eingebettet oder dort platziert. Ein Statortemperatur­sensor jeglicher Art misst nur dort, wo er installiert ist, daher ist die Position relativ zur Wicklung genauso wichtig wie der Sensortyp.

Lager

Die Überwachung der Lagertemperatur hat ein anderes Ziel als die Überwachung der Wicklung. Dabei geht es um die Schmierung und den mechanischen Zustand, und Widerstands­thermometer werden dort häufig eingesetzt. Für Lager ist im Allgemeinen keine faseroptische Sensorik erforderlich, und die Wahl hängt von den gleichen Faktoren wie anderswo ab: Standort, Umgebung und Überwachungs­system.

Motorgehäuse

Die Gehäuse- oder Oberflächentemperatur ist leichter zugänglich, sie entspricht jedoch nicht direkt der inneren Wicklungs­temperatur. Der Unterschied hängt vom Motordesign, der Belastung und der Kühlung ab. Gehäusemessungen können auch für andere Zwecke sinnvoll sein, sie sind jedoch kein Ersatz für einen Sensor an der Wicklung.

Andere interne Standorte

Abhängig vom Motordesign können auch andere interne Stellen von Interesse sein, etwa Nuten, Endwicklungen oder andere thermische Stellen. Welche davon für die Sensorplatzierung zugänglich sind, hängt von der Konstruktion ab und es gibt keine allgemeine Regel, die für jeden Motor gilt.

Warum die Wicklungs­temperatur wichtig ist

Die Wicklungs­temperatur spiegelt den kombinierten Effekt von Strom, Verlusten, Last, Kühlung, Umgebungsbedingungen und Luftstrom wider. Wenn der Laststrom steigt, nehmen im Allgemeinen die Wicklungs­verluste und damit auch die Wärmeentwicklung zu. Wenn die Kühlung oder der Luftstrom eingeschränkt sind, kann die gleiche Last zu einer höheren Wicklungs­temperatur führen. Ein Sensor an der Wicklung erfasst das Ergebnis all dieser Faktoren, was bei Oberflächenmessungen nicht möglich ist.

Zulässige Temperatur­werte hängen von der Motorkonstruktion, dem Isolationssystem und den geltenden Spezifikationen ab und sollten daher der Motordokumentation und nicht allgemeinen Zahlen entnommen werden. Die Messmethoden selbst, einschließlich Wicklungs­widerstand und Oberflächentechniken, werden in unserem Artikel über wie die Motorwicklungs­temperatur gemessen wird.

behandelt

Überwachung mehrerer Motortemperatur­punkte

Ein einzelner Punktsensor liefert einen Temperaturwert an einem Ort. Wo mehrere Standorte wichtig sind, benötigt jeder seinen eigenen Sensor. Bei der faseroptischen Punkterkennung entspricht ein definierter Punkt einer Sonde und einem kompatiblen aktiven Kanal am Instrument.

Als Konfigurationsbeispiel würde die Überwachung von drei unabhängigen Wicklungs­standorten normalerweise drei Sonden und mindestens drei kompatible aktive Kanäle erfordern. Dies ist nur ein Beispiel. Die Anzahl der Messpunkte hängt vom Motordesign und dem Überwachungsziel ab und nicht jeder Motor benötigt drei.

Mehrere Sonden liefern mehrere unabhängige Punktmessungen, kein verteiltes Temperatur­profil. Mehrkanal­instrumente werden auf der Seite für faseroptische Temperatur­überwachungs­systeme beschrieben, und der breitere Anwendungskontext wird unter Motor- und Generatortemperatur­überwachung behandelt.

So wählen Sie einen Temperatur­sensor für einen Elektromotor aus

Arbeiten Sie die folgenden Punkte der Reihe nach durch. Jeder einzelne schränkt die Optionen ein.

  • Messort: Wicklung, Stator, Lager, Gehäuse oder ein anderer interner Punkt.
  • Erwarteter Temperatur­bereich: anhand der Sensordokumentation bestätigen.
  • Erforderliches Antwortverhalten: wie schnell der Messwert Änderungen folgen muss.
  • Erforderliche Messgenauigkeit: wie in der Spezifikation angegeben und für den gewählten Sensor bestätigt.
  • Anforderung an die elektrische Isolierung: ob eine leitende Verkabelung am Messpunkt akzeptabel ist.
  • Elektro­magnetische Umgebung: Hochspannung, starke Felder oder Hochfrequenzbedingungen.
  • Verfügbarer Installationsraum: der Raum am vorgesehenen Messpunkt.
  • Sensordurchmesser und -geometrie: ob die Sonde zum Standort passt.
  • Kabel- oder Faserführung: wie die Verbindung den Motor verlässt und das Instrument erreicht.
  • Anzahl der Messpunkte: Jeder unabhängige Standort benötigt einen eigenen Sensor.
  • Erforderliche Überwachungskanäle: genügend kompatible Eingangskanäle für alle Sensoren.
  • Steuerungs-, SPS- oder Überwachungsschnittstelle: der Signaltyp, den das bestehende System akzeptiert.

Sensorauswahl nach Anwendungsbedingung

Die Tabelle listet Sensortypen auf, die üblicherweise für typische Bedingungen in Betracht gezogen werden, zusammen mit der Frage, die zwischen ihnen entscheidet. Es schließt andere Optionen nicht aus.

AnwendungsbedingungHäufig berücksichtigte SensortypenSchlüsselfrage
Eingebettete Statorwicklungs­überwachungRTD, Thermistor, Thermoelement, GlasfaserAkzeptiert das Überwachungs­system den Signaltyp und ist der Standort während der Herstellung zugänglich?
MotorschutzschwelleThermistor, RTDReinigt eine Schaltfunktion oder werden kontinuierliche Temperatur­daten benötigt?
Allgemeine industrielle Temperatur­messungRTD, ThermoelementWelchen Bereich und welche Schnittstelle benötigt die Anwendung?
Hochspannungs­motorwicklungRTD, GlasfaserWie erfolgt die Isolierung und galvanische Trennung am Messpunkt?
Starke elektro­magnetische UmgebungAbgeschirmte elektrische Sensoren, GlasfaserKönnen Verkabelung und Abschirmung das elektrische Signal zuverlässig halten, oder wird ein optischer Pfad bevorzugt?
Mehrpunkt-Wicklungs­überwachungRTD, GlasfaserWie viele unabhängige Punkte werden benötigt und sind genügend Kanäle verfügbar?
PeilungsüberwachungRTD, ThermoelementWelche Montage und Schnittstelle ermöglicht die Lagerposition?

Temperatur­messung in Hochspannungs- und starken EMI-Umgebungen

Elektrische Sensoren basieren auf leitenden Leitungen und elektrischen Signalen. Bei vielen Motoren funktioniert das gut, aber bei Hochspannungs­maschinen oder dort, wo starke elektro­magnetische Felder vorhanden sind, wird die Verkabelung zum Teil des Konstruktionsproblems. Isolierung, Erdung, Abschirmung und Kabelführung müssen beachtet werden, und das Signal muss in der Präsenz des Feldes zuverlässig bleiben.

Die faseroptische Abtastung nutzt einen optischen Pfad zwischen dem Abtastpunkt und dem Instrument. Da am Messpunkt kein leitender Signalpfad vorhanden ist, kann dies in einigen Hochspannungs-, Starkfeld- oder Hochfrequenzumgebungen die elektrische Isolierung und Signalführung vereinfachen. Hierbei handelt es sich um eine Aussage über die Erfassungs­methode, nicht um den Anspruch auf vollständige Immunität. Faseroptische Sonden weisen eine hohe Beständigkeit gegen elektro­magnetische Störungen auf und das tatsächliche Ergebnis hängt immer noch von der Installation ab.

Neues Motordesign vs. nachgerüstete Temperatur­überwachung

In einem neuen Motor können eingebettete Sensoren während der Konstruktion und Herstellung geplant werden. Es können Messpunkte vereinbart, Sensoren platziert werden, während die Wicklung zugänglich ist, und die Verlegung von Drähten oder Fasern in die Konstruktion eingebaut werden.

Bei einem vorhandenen Motor ist der Zugang zur internen Wicklung normalerweise eingeschränkt. Zu den Optionen können vorhandene eingebettete Widerstands­thermometer, Peilungssensoren, Oberflächenmessungen oder andere zugängliche interne Punkte gehören. Es sollte nicht davon ausgegangen werden, dass eine faseroptische Sonde immer in eine bestehende Wicklung nachgerüstet werden kann und in jedem Fall eine technische Überprüfung erforderlich ist.

Installationseinschränkungen, die die Sensorauswahl ändern können

  • Wählen Sie einen Sensor aus, bevor Sie den Messort festlegen.
  • Gehäusetemperatur als Wicklungs­temperatur behandeln.
  • Angenommen, ein Sensor repräsentiert die gesamte Wicklung.
  • Ignorieren der Anforderungen an die elektrische Isolation am Messpunkt.
  • Kabel- oder Glasfaserführung erst spät im Design ignorieren.
  • Verwendung eines Schutzthermistors, wenn kontinuierliche Temperatur­daten erforderlich sind.
  • Angenommen, mehrere Punktsonden ermöglichen eine verteilte Erfassung.

Schlussfolgerung

Elektromotoren können Widerstands­thermometer, Thermistoren, Thermoelemente und faseroptische Sensoren verwenden, sie dienen jedoch unterschiedlichen Mess- und Schutzzielen. Widerstands­thermometer unterstützen eine kontinuierliche Überwachung auf Basis des elektrischen Widerstands. Thermistoren bieten kompakte Erfassungs- und Schutzfunktionen. Thermoelemente decken ein breites Spektrum industrieller Temperatur­messungen ab. Faseroptische Sensoren ermöglichen eine direkte Punktmessung über einen elektrisch isolierten optischen Signalpfad.

Die Sensorauswahl beginnt mit dem Messpunkt und der Betriebsumgebung, nicht mit dem Sensornamen. Sobald der Standort, der Temperatur­bereich, die elektrischen Bedingungen und die Überwachungsschnittstelle definiert sind, sind die geeigneten Optionen in der Regel klar.

Wenn ein Motorprojekt eine direkte Messung der Wicklungs­temperatur erfordert, kann INNO dabei helfen, die Messpunkte, die Sondenkonfiguration, die Faserführung und die Kanalanforderungen zu überprüfen.

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Häufig gestellte Fragen

Welcher Temperatur­sensor wird in einem Elektromotor verwendet?+

Elektromotoren verwenden üblicherweise Widerstands­thermometer, Thermistoren, Thermoelemente und faseroptische Sensoren. Widerstands­thermometer und Thermistoren werden häufig in die Statorwicklung eingebettet, und Widerstands­thermometer werden auch an Lagern eingesetzt. Welcher Typ zum Einsatz kommt, hängt vom Messort, dem Schutz- oder Überwachungszweck und der elektrischen Umgebung ab.

Was ist der beste Sensor für die Motorwicklungs­temperatur?+

Es gibt keinen einzigen besten Sensor. Die Wahl hängt vom Messziel, der elektrischen Umgebung und der Art und Weise, wie der Sensor installiert werden kann, ab. Da eine Schutzfunktion, eine kontinuierliche Überwachung und eine Hochspannungs­anlage jeweils unterschiedliche Überlegungen erfordern, sollten zunächst der Standort und die Anforderungen festgelegt werden.

Was ist ein RTD in einem Elektromotor?+

Ein RTD oder Widerstands­temperatur­detektor ist ein Sensor, dessen elektrischer Widerstand sich stabil mit der Temperatur ändert. Bei Motoren ist es üblicherweise in die Statorwicklung eingebettet oder an Lagern angebracht, und ein Überwachungs­gerät wandelt den gemessenen Widerstand in einen Temperaturwert um.

Was ist der Unterschied zwischen einem RTD und einem Thermistor in einem Motor?+

Beide ändern ihren Widerstand mit der Temperatur, werden jedoch normalerweise unterschiedlich verwendet. Widerstands­thermometer werden üblicherweise zur kontinuierlichen Temperatur­messung verwendet. Thermistoren, insbesondere PTC-Typen, werden häufig zum Schutz und zur Schwellenerkennung eingesetzt. Das tatsächliche Verhalten hängt vom Sensortyp und der daran angeschlossenen Schaltung ab.

Wo werden Temperatur­sensoren in Motorwicklungen installiert?+

Sensoren werden an ausgewählten Wicklungs­stellen platziert und oft während der Herstellung in die Statorwicklung eingebettet. Die genauen Positionen hängen von der Motorkonstruktion und dem Überwachungsziel ab. Mögliche Standorte sind Nuten und Wicklungsköpfe, wo die Konstruktion den Zugang ermöglicht.

Können faseroptische Sensoren die Motorwicklungs­temperatur direkt messen?+

Ja, an der Position der Sensorspitze. Eine fluoreszenz­basierte faseroptische Sonde misst die tatsächliche Temperatur an der Stelle, an der sie installiert ist. Es misst nicht entlang der Länge der Faser und findet unbekannte Heißstellen nicht automatisch.

Warum werden faseroptische Sensoren in Hochspannungs­motoren eingesetzt?+

Der Signalweg zwischen der Messspitze und dem Instrument ist optisch, sodass am Messpunkt keine leitende Verkabelung vorhanden ist. Dies kann die elektrische Isolierung und Signalführung in Hochspannungs- und Starkfeldumgebungen vereinfachen. Faseroptische Sonden weisen außerdem eine hohe Widerstands­fähigkeit gegenüber elektro­magnetischen Störungen auf.

Kann ein Temperatur­sensor eine gesamte Motorwicklung überwachen?+

Nein. Ein Punktsensor misst nur den Ort, an dem sein Sensorelement installiert ist. Es stellt nicht die gesamte Wicklung dar. Müssen mehrere Standorte überwacht werden, sind mehrere Sensoren erforderlich, die jeweils ihre eigene definierte Position messen.

Wie viele Temperatur­sensoren werden in einem Motor benötigt?+

Das hängt von der Motorkonstruktion, der Anzahl der zu überwachenden Stellen und den Schutz- oder Überwachungs­anforderungen ab. Jeder unabhängige Messpunkt benötigt einen eigenen Sensor und Eingangskanal. Die Anzahl wird durch die Spezifikation und eine technische Prüfung festgelegt, nicht durch eine allgemeine Regel.

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